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Ein wesentlicher Beitrag zur Erreichung der Klimaneutralität ist die Einführung einer Kreislaufwirtschaft. Sie wird unter anderem durch die Überarbeitung der Ökodesign-Richtlinie mit der Einführung von Nachhaltigkeitsgrundsätzen umgesetzt. Produktzyklen sollen durch Produktdienstleistungs- und Rückgabesysteme geschlossen werden. Um die neuen Zukunftsmärkte bedienen zu können, müssen im Produktdesign demnach viele Dinge berücksichtigt werden: Reparierbarkeit, Wiederverwendbarkeit, Instandsetzung (z. B. predictive maintanance oder modulare Systeme), Wiederaufbereitung, Modernisierung, Upgrade-Fähigkeit, Recycling und Demontage.
Die Verlängerung der Produktlebensdauer durch besseres Design und intelligente Nutzung ist ein wirksames Mittel zur Werterhaltung, Müllvermeidung und CO2-Reduktion.

Die Kreislaufwirtschaft rückt die Umweltvorteile durch ein neues Produktions- und Nutzungsmodell in den Vordergrund. Dieses beinhaltet unterschiedliche Strategien auf der Ebene des Stoff- und Produktkreislaufs. Der Wert von Produkten und Materialien soll maximal erhalten bleiben.  Abfall- und Ressourcenverbrauch werden minimiert und wenn ein Produkt das Ende seiner Lebensdauer erreicht hat, wird sein Material immer wieder in unserer oder in anderen Branchen wiederverwendet, um weiteren Wert zu schaffen.
Ziel ist die Einbeziehung der gesamten Wertschöpfungskette. Am Ende wird eine industrielle Symbiose mit der Schaffung zirkulärer Wertschöpfungsketten hergestellt:
Ressourcen werden nachverfolgt, Überschüsse ausgeglichen, Produktmaterialien oder wiederverwertbare Abfälle besser ausgetauscht. Alle Industriebereiche sind betroffen.

Das HKI-Büro in Brüssel hat dazu eine Roadmap erstellt, damit sich die Mitgliedsunternehmen ein Bild davon machen können, wie dieser Wandel in der Wirtschaft aussieht und welche Auswirkungen er auf sie haben wird.  Gemeinsam mit den EU-Institutionen werden hier auch „Circular Business Models“ angedacht.

Kreislaufwirtschaft

Materialeffizienz

Der politische Fokus verschiebt sich von der reinen Betrachtung der Energieeffizienz hin zu einem ganzheitlicheren Ansatz. Die Materialeffizienz ist hierfür ganz wesentlich.